Eins3D

Luftbasierte Einsatzumgebungsaufklärung in 3D

Bei Großschadenslagen wie Großbränden, Massenkarambolagen oder großflächigen Überschwemmungen ist es für die Einsatzleitung der Rettungskräfte schwer einen Überblick über die Lage vor Ort zu erhalten. Des Weiteren können Änderungen der Schadenslage meist nur zeitverzögert registriert werden, was eine effektive Leitung der Einsatzkräfte ist dadurch erheblich erschwert.

Das Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmenprogramm "Forschung für die zivile Sicherheit" der Bundesregierung geförderten Projektes „Luftbasierte Einsatzumgebungsaufklärung in 3D“ (EINS3D) ist die Unterstützung der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), insbesondere der Feuerwehr, bei der Lageaufklärung in allen Rettungsphasen.

 

Projektinhalt

Im Rahmen des Projektes soll ein unbemanntes Fluggerät für die Aufklärungsunterstützung entwickelt werden, mit welchem eine dreidimensionale Kartierung des Einsatzgebietes in Echtzeit ermöglicht wird und welches situationsbedingt mit zusätzlicher Sensorik, wie Wärmebildkameras oder Gassensoren ausgestattet wird. Zur optimalen Einbindung der luftbasierten Lageaufklärung in die Arbeitsabläufe der Rettungskräfte sollen die mobile Bodenstation und die Datenauswertung in ein Feuerwehreinsatzfahrzeug integriert werden. Zur Entlastung der Operatoren soll das System zudem eigenständige Flugrouten planen und Suchmuster berücksichtigen um Gas-Lecks und andere Gefahrenquellen zu lokalisieren. Zur finalen Einschätzung der Lage sollen die generierten Daten und lokalisierten Gefahrenquellen in die Darstellung der Einsatzumgebung integriert und als dreidimensionales Modell im Einsatzfahrzeug angezeigt werden.

 

Laufzeit

9/ 2016 – 8/2019 (3 Jahre)

 

Konsortium

Zentrum für Telematik e.V., Würzburg

Lehrstuhl für Robotik und Telematik Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Hensel Fahrzeugbau GmbH & Co. KG, Saarbrücken, Waldbrunn

SLK Service + Logistik der Kommunikationstechnik GmbH, Saarbrücken

Assoziierte Partner: Staatliche Feuerwehrschule Würzburg

 

Förderung

Dieses Projekt wird Rahmen des Programms Forschung für die zivile Sicherheit

(Bekanntmachung: „Zivile Sicherheit – Innovative Rettungs- und Sicherheitssysteme“)

vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

 

Verbundkoordinator

Daniel Eck

Zentrum für Telematik e.V.

E-Mail: daniel.eck@telematik-zentrum.de